
Bielefeld ist eine kreisfreie Stadt im Regierungsbezirk Detmold im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Mit über 320.000 Einwohnern ist sie die größte der Region Ostwestfalen-Lippe und gilt als deren wirtschaftliche und kulturelle Metropole. Zusammen mit ihrem dichtbesiedelten Umland in den Kreisen Herford und Gütersloh bildet Bielefeld einen der Verdichtungsräume Deutschlands. Prägend ist die Lage am Teutoburger Wald. Seit 1969 hat die Stadt eine Universität.
Mitten durch das Bielefelder Stadtgebiet zieht sich der Gebirgszug des Teutoburger Waldes. Er ist stark bewaldet und weist in Bielefeld einige Berge, wie die 302 m hohe Hünenburg auf. An seinen Berghängen entspringen zahlreiche Bäche, die sich durch Bielefeld schlängeln und entweder zur Weser oder zur Ems hin entwässern. Über den Teutoburger Wald führen zahlreiche Wanderwege durch das Bielefelder Stadtgebiet, der bekannteste unter ihnen ist der Hermannsweg.
Neben dem Teutoburger Wald in der Mitte der Stadt, haben die nördlichen Stadtteile Bielefelds auch Anteil am Ravensberger Hügelland, einer flach hügeligen Landschaft mit Feldern, Wiesen, Bächen sowie kleinen Flüssen. Im Süden des Stadtgebietes hat Bielefeld Anteile an der Senne, einem Heidegebiet mit sehr sandigen Böden. Im Norden der Stadt liegt der künstlich angelegte Obersee. Dieser stellt die größte Wasserfläche der Stadt dar und wurde zur Regulierung des Johannesbaches angelegt. Bielefeld ist die Großstadt mit den meisten Grünflächen pro Einwohner in Deutschland. Es gibt zahlreiche Parks und Grünflächen innerhalb der Stadt, wie zum Beispiel den Nordpark, den Bürgerpark oder den Botanischen Garten.
Die erste Erwähnung der Stadt Bielefeld stammt aus dem Jahr 1214 und findet sich in einer Vertragsurkunde des Grafen Hermann von Ravensberg und des Klosters Marienfeld. Vorher befand sich an dieser Stelle eine Bauernsiedlung, die bereits 1015 als „Biliuelde“ erwähnt wurde, jedoch kaum Bedeutung hatte. Die neu gegründete Stadt sollte der Landessicherung dienen, da sie an der Südgrenze der Grafschaft Ravensberg lag. Außerdem war beabsichtigt, die Stadt zur Kaufmannsstadt und Hauptstadt der Grafschaft auszubauen. Aufgrund ihrer Lage an der Kreuzung mehrerer alter Handelswege und an einem wichtigen Pass über den Teutoburger Wald entwickelte sie sich schnell zum Wirtschafts- und Finanzzentrum der Grafschaft Ravensberg. Sie zog viele Kaufleute aus dem Umland und dem benachbarten Münster an. Wie in der damaligen Zeit üblich, war auch Bielefeld durch Wassergräben und Mauern vom Umland abgetrennt. Man konnte nur tagsüber durch die Stadttore in die Stadt gelangen.
Das Stadtbild wurde durch das damals wichtigste Handelszentrum der Stadt geprägt, den heutigen „Alten Markt“, sowie das Rathaus und die „Altstädter Nicolaikirche“. Ab 1293 entwickelte sich aufgrund des Baubeginns der Sparrenburg parallel neben der Altstadt die Neustadt. Sie beheimatete die Bauarbeiter der Sparrenburg und wuchs, anders als die Altstadt, ungeplant, hatte eine eigene Kirche (die Neustädter Marienkirche) und einen eigenen Rat. Auch die Neustadt verfügte über eine eigene Stadtmauer.
Im Jahr 1520 wurden die bis dahin eigenständigen Städte „Neustadt“ und „Altstadt“ zu einer Stadt vereinigt. Die nun geeinte Stadt konnte sich frei entwickeln, da sie weit entfernt vom Machtzentrum der neuen Machthaber (Jülich-Berg) lag. Ein wichtiger Schritt für die Stadt war der Beitritt zur Hanse Ende des 15. Jahrhunderts. Dadurch begünstigt konnte sich ab dem Ende des 16. Jahrhunderts die Leinenindustrie entwickeln. Von nun an war Bielefeld die „Leinenstadt“, obwohl sich die Produktion mehr im Umland von Bielefeld abspielte und in der Stadt selber mehr Leinenhandel stattfand. Daraus resultierte auch ein gewisser Wohlstand, von dem heute noch die Patrizierhäuser am Alten Markt zeugen. Im Jahre 1498 wurde am Jostberg ein Franziskanerkloster gegründet, doch schon 1507 zog dies aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung an den heutigen Klosterplatz in die Altstadt. Dieses Kloster wurde 1829 aufgelöst. Am 30. Oktober 1612 ereignete sich ein schweres Erdbeben in der Stadt, das große Schäden anrichtete. Als Folge des Dreißigjährigen Krieges fiel die Stadt 1648 an Brandenburg bzw. Preußen.
Im Jahr 1717 wurde in Bielefeld die erste Straßenbeleuchtung eingeführt. 1830 geriet die Leinenindustrie in eine schwere Krise, da in Irland mit der Produktion maschinell gewebter Stoffe begonnen wurde. Da konnte das handgesponnene Leinen qualitativ als auch quantitativ nicht mehr mithalten. Verschlimmert wurde die Situation der Einwohner Bielefelds neben der Krise auch durch eine Ernährungskrise im Jahr 1844. Als jedoch im Jahr 1847 die Anbindung an die Cöln-Mindener Eisenbahn erfolgte, entwickelten sich rasch Fabriken, da nun Rohstoffe und fertige Waren in großen Mengen in die Stadt gelangen bzw. aus der Stadt geschafft werden konnten.
Eine der größten Fabriken zur damaligen Zeit entwickelte sich 1854 mit der „Ravensberger Spinnerei“, die sich zur größten Flachsspinnerei Europas entwickelte. Schon im Jahr 1870 war Bielefeld das Zentrum der Textilindustrie in Deutschland. Hier befanden sich etwa 11 % aller Spindeln und Webstühle Deutschlands. Am 1. Oktober 1878 wurde die Stadtgemeinde Bielefeld aus dem Kreis Bielefeld ausgegliedert und ein eigener Stadtkreis, also kreisfreie Stadt. Die Kreisverwaltung des Kreises Bielefeld blieb in der Stadt. Neben der Textilindustrie entwickelte sich auch der Maschinenbau, womit zum Ende des 19. Jahrhunderts keine Maschinen mehr importiert werden mussten. Auch heute noch ist Bielefeld der fünft größte Maschinenbaustandort Deutschlands.
Auch die Nahrungsmittelindustrie entwickelte sich zum Ende des 19. Jahrhunderts. Mit dem Oetker-Konzern entstand einer der größten Nahrungsmittelhersteller Europas. Begonnen hat August Oetker in seiner Apotheke in der Niedernstraße mit dem Verkauf und Weiterentwicklung von Backpulver. Auch verkehrstechnisch entwickelte sich die Stadt weiter. 1900 fuhr die erste Straßenbahn, von Anfang an elektrisch. 1901 wurden die Bielefelder Kreisbahnen nach Schildesche, Werther und Enger eröffnet (Schmalspurbahn, Stillgelegt im Februar 1954).
Dank der florierenden Industrie stieg die Einwohnerzahl stark an. Daran konnte auch der Erste Weltkrieg nichts ändern. Der entscheidende Schritt in Richtung Großstadt aber war die Eingemeindungen von 1930. In diesem Jahr wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Schildesche, Sieker, Stieghorst sowie Teile von Heepen und Gadderbaum eingemeindet. Die Einwohnerzahl stieg von 89.719 im Jahr 1929 auf 129.963 nach den Eingemeindungen, womit Bielefeld zur Großstadt wurde.
Als im Jahr 1933 die Nationalsozialisten an die Macht kamen, wurde wie in anderen deutschen Städten auch der regierende Oberbürgermeister durch einen Mann aus der NSDAP ersetzt. In Bielefeld wohnten 900 Juden, und die Stadt verfügte über eine prächtige Synagoge mit einer weithin sichtbaren Kuppel. Diese wurde 1938 in der Reichspogromnacht zerstört. Die meisten der in Bielefeld lebenden Juden kamen in Vernichtungslagern um. Nur wenige überlebten die Lager oder hatten rechtzeitig ins Ausland fliehen können.
Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges stellte sich die Industrie in der Stadt auf die Rüstung um. Da immer mehr Männer aufgrund des Krieges eingezogen wurden, mangelte es recht schnell an Arbeitern. Infolgedessen wurden insgesamt 14.721 Menschen, überwiegend Ukrainerinnen und Polen, in die Region Bielefeld verschleppt und zur Zwangsarbeit verpflichtet.
Die ersten Bombenangriffe auf Bielefeld fanden im Juni 1940 statt, richteten jedoch keinen großen Schaden an. Der größte Bombenangriff auf die Stadt ereignete sich am 30. September 1944. Bei diesem Angriff kamen 649 Menschen ums Leben und der Großteil der Altstadt wurde zerstört. Während der Krieg vor diesem Zeitpunkt in Bielefeld recht ruhig verlief, brach nun Chaos aus, da ein großer Teil der Infrastruktur zerstört wurde. Insgesamt kamen in Bielefeld 1.347 Menschen durch Bombenangriffe ums Leben. Allerdings sind hier jene Toten, die im Landkreis durch Bombenangriffe starben, nicht mitgezählt. Es wurden 15.688 Wohnungen beschädigt oder zerstört. Die Stadt wurde am 4. April 1945 den Amerikanern weitgehend kampflos übergeben.
Die Zeit nach dem Krieg war durch eine große Aufbruchstimmung geprägt. Viel zerstörte historische Bausubstanz wurde durch moderne Bauten ersetzt, die der Stadt ein völlig neues Gesicht gaben. Die Einwohnerzahl stieg durch den Zustrom von Ostvertriebenen sprunghaft an. 1955 betrug sie schon 155.000. Bielefeld übernahm Patenschaften für die Städte Gumbinnen/Ostpreußen (heute Gussew, Russland), Wansen/Schlesien (heute Wiazów, Polen), Münsterberg/Schlesien (heute Ziębice, Polen). Die Textilindustrie verlor immer mehr an Bedeutung, und die Stadt entwickelte sich, wie fast alle Großstädte, zu einem Dienstleistungszentrum.
Im Jahr 1969 wurde die Universität Bielefeld, die einzige in der Region Minden-Ravensberg, gegründet. Seitdem bevölkert zunehmend auch studentisches Publikum die alte Leineweberstadt. Im Jahr 1973 wurden infolge des Bielefeld-Gesetzes der Kreis Bielefeld und die kreisfreie Stadt Bielefeld aufgelöst und (mit Ausnahme weniger Gebiete) zur „neuen“ kreisfreien Stadt Bielefeld zusammengefasst. Die Einwohnerzahl stieg auf über 300.000 an. Verkehrstechnisch war das Jahr 1991 besonders wichtig, da es seitdem ein modernes Stadtbahnsystem, die Stadtbahn Bielefeld, mit unterirdischen Innenstadttunneln gibt. Betrieben wird die Stadtbahn seitdem von der moBiel GmbH, einer Ausgliederung aus den Stadtwerken Bielefeld.
Der nächstgelegene Flughafen ist der Flughafen Paderborn/Lippstadt (ca. 45 km süd-südwestlich von Bielefeld), der über die A 33 zu erreichen ist.
Bielefeld liegt an Hauptbahn Köln – Duisburg – Dortmund – Minden. Am Bielefelder Hauptbahnhof zweigt eine eingleisige Nebenbahn nach Lemgo über Oerlinghausen und Lage ab. Am Bahnhof Brackwede zweigen die eingleisigen Nebenbahnen nach Osnabrück über Halle (Westfalen) (56 km) und nach Paderborn über Hövelhof (44 km) ab. In Bielefeld verkehren im Schienenpersonenfernverkehr im Stundentakt der ICE Berlin Ostbahnhof – Hannover – Hamm – Düsseldorf – Flughafen Köln/Bonn bzw. Wuppertal – Bonn, alle 2 Stunden der IC Köln – Magdeburg – Leipzig. Schienenpersonennahverkehr: Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen Stadtbahnen, Regionalbahnen und Stadtbusse. Die Stadtbahn Bielefeld fährt zum Teil unterirdisch. Am Wochenende (Fr/Sa, Sa/So) und vor Feiertagen fahren Nachtbusse auf einem besonderen Nachtbusnetz.
Ostwestfalendamm Durch das Stadtgebiet Bielefelds führen die Bundesautobahnen A 2 und A 33 sowie die Bundesstraßen B 61, B 66 und B 68, wobei letztere voraussichtlich mit der Fertigstellung der A 33 im Bereich Bielefeld nicht mehr als Bundesstraße gewidmet sein wird.
Bielefeld ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Am Bahnhof befinden sich eine Fahrradstation mit Parkhaus, ein Rad-Center mit Werkstatt und Verkauf sowie eine Geschäftsstelle des ADFC.
Bielefeld war lange Zeit das Zentrum der Leinenindustrie. Doch die Industriezweige haben sich gewandelt. Heute ist Bielefeld vor allem Standort der Nahrungs- und Genussmittelindustrie, der Druck- und Bekleidungsindustrie, sowie der Bauwirtschaft und des Maschinenbaus. 34 % der Beschäftigten sind im verarbeitenden Gewerbe tätig, 18 % im Handel und 48 % im Dienstleistungssektor. In Bielefeld arbeiten 11 % der Beschäftigten im Gesundheitssektor, das ist über Landes- und Bundesdurchschnitt.
In Bielefeld unterhält der WDR ein Studio. Hier werden die Regionalprogramme in Radio und TV für Ostwestfalen-Lippe produziert und von hier auch ausgestrahlt. Als Tageszeitungen erscheinen in Bielefeld die Neue Westfälische und das Westfalen-Blatt. Das Lokalradio Radio Bielefeld ist in der ganzen Stadt auf 98,3 MHz und 97,6 MHz zu empfangen. Mit 50 Watt sendet außerdem das Campusradio Hertz 87,9 in weite Teile der Stadt und das nichtkommerzielle Einrichtungsradio Antenne Bethel ist im Stadtteil Gadderbaum werktäglich von 18–19 Uhr auf 94,3 MHz zu hören. Am 17. November 2005 feierte der lokale Fernsehsender Kanal 21 seinen Sendestart.
Das Bielefelder Bürgerfernsehen kann mit einer Lizenz als so genannter Offener Kanal mehr als 80.000 Kabelhaushalte erreichen. Seit 1989 gibt es die 14tgl. Stadtillustrierte ULTIMO auf Papier und seit 1996 im Netz, seit 2000 den WebWecker nur im Netz.
In Bielefeld gibt es zwei Hochschulen in öffentlicher Trägerschaft. Die Fachhochschule Bielefeld unterhält eine Abteilung in Bielefeld selbst, sowie eine weitere in Minden. Sie bietet zahlreiche Studiengänge aus den Feldern Ingenieurwissenschaften, Gestaltung, Soziales/Pflege/Gesundheit und Wirtschaft an. Diese Schule beherbergt heute 6.800 Studenten und wurde im Jahr 1971 gegründet. Eine weitere Hochschule in öffentlicher Trägerschaft ist die Kirchliche Hochschule Bethel. Sie wurde 1905 gegründet und ist Teil der von Bodelschwinghschen Anstalten und auch staatlich anerkannt.
Die Universität Bielefeld ist die einzige Universität in der Region Minden-Ravensberg und mit 17.000 Studenten die größte Hochschule in Bielefeld. Sie wurde 1969 gegründet. Die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW unterhält in Bielefeld eine von insgesamt sechs Abteilungen. Der Bielefelder Abzweig wurde 1976 gegründet und beinhaltet die Fachbereiche Kommunaler Verwaltungsdienst, Staatlicher Verwaltungsdienst und Polizeivollzugsdienst.
Es gibt in Bielefeld zurzeit vier private Hochschulen: Die Fachhochschule des Mittelstands (kurz FHM), wurde im Jahr 2000 gegründet und bietet speziell auf den Mittelstand ausgerichtete Studiengänge aus den Bereichen Medien, Informatik und Wirtschaft an. Die Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) wurde 1993 in Paderborn durch das Bildungszentrum für informationsverarbeitende Berufe gegründet. Die staatlich anerkannte Schule unterhält seit 2001 einen Standort in Bielefeld mit dem einzigen Fachbereich Wirtschaft. Weitere Standorte befinden sich in Bergisch Gladbach, Hannover, Paderborn, Celle und Gütersloh.
Das Euro Business College gibt es in Bielefeld seit 2001. Es unterhält zahlreiche weitere Standpunkte über ganz Deutschland und Europa verteilt. Es werden Studiengänge aus den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Marketing und Logistik angeboten. Die Fachhochschule der Diakonie (FHdD) wurde 2006 in Bielefeld durch die v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, dem Johanneswerk sowie weiteren diakonischen Trägern gegründet; der Lehrbetrieb soll im Oktober 2006 aufgenommen werden. Die FH bietet Studiengänge im Sozial- und Gesundheitsbereich sowie eine Ausbildung zum Diakon an.
Daneben gibt es ein breites Spektrum an allgemein bildenden und beruflichen Schulen, und zwar 47 Grundschulen, 11 Hauptschulen, 15 Sonderschulen, 10 Realschulen, 4 Gesamtschulen, 10 Gymnasien, 1 Waldorfschule, 7 Berufsbildende Schulen, 9 Privatschulen, 1 Musikschule, 1 Kunstschule, 2 Staatliche Versuchsschulen (Oberstufen-Kolleg und Laborschule) und 2 Fachschulen (Diätlehranstalt, Fachschule für Altenpflege).
Die Altstädter Nicolaikirche ist die älteste der Bielefelder Stadtkirchen. Sie ist eine gotische Hallenkirche mit einer Höhe von 81,5 m, die in ihrer heutigen Form seit 1340 besteht, da sie Anfang des 14. Jahrhunderts vergrößert und zur Bürger-/Kaufmannskirche ausgebaut wurde. Zuvor wurde sie 1236 vom Paderborner Bischof Bernard zur eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Dreimal täglich (um 9.00, 12.30 und 18.00 Uhr) gibt es ein Glockenspiel zu hören. Der wertvollste Besitz dieser Kirche ist ein Antwerpener Altar, der mit neun geschnitzten Schreinen und über 250 Schnitzfiguren verziert ist.
Die Marienkirche ist eine hochgotische Hallenkirche mit zwei Türmen von 1293. Die Türme wurden jedoch erst Anfang des 16. Jahrhunderts mit gotischen Turmhelmen fertig gestellt. Die gotischen Turmhelme wurden bei einem Sturm zerstört und durch barocke Hauben ersetzt. Diese Kirche ist kunsthistorisch gesehen das wertvollste Baudenkmal Bielefelds und hat eine Länge von 52 m, sowie eine Höhe von 78 m. Im Jahr 1553 war sie Ausgangspunkt der Bielefelder Reformation. Sie verfügt über einen wertvollen Flügelaltar mit 13 verschiedenen Bildern, den so genannten Marienaltar. Die Bilder wurden von einem anonymen Maler im Jahr 1400 fertig gestellt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Unter anderem wurden bei einem Luftangriff die bis dato barocken Turmhelme zerstört. Nach dem Krieg wurden diese 1965 in gotischer Form neu errichtet und erhielten ihre extrem spitze Form.
Mitten in der Altstadt säumt die Süsterkirche aus dem 16. Jahrhundert den Süsterplatz. An dieser Stelle wurde 1491 12 Augustinerinnen gestattet, ein eigenes Kloster zu gründen. Sie widmeten sich der Kranken- und Armenversorgung.
Die St. Jodokus Kirche war ursprünglich die Kirche eines Franziskanerklosters und wurde 1511 erbaut. Ursprünglich befand sich dieses Kloster ab 1498 am Jostberg, wurde an dem Standort jedoch schon 1507 aufgrund von Schwierigkeiten bei der Wasserversorgung wieder aufgegeben und an den heutigen Klosterplatz verlegt. Von diesem alten Kloster am Jostberg sind teilweise noch Ruinen erhalten.
Der Alte Markt bildet das Herzstück der Bielefelder Altstadt. An seiner Nordseite befindet sich das Theater am Alten Markt. Der äußerlich unscheinbare Bau lässt kaum erahnen, dass in ihm noch umfangreiche Reste des mittelalterlichen Rathauses stecken. Das Altstädter Rathaus wurde 1424 erstmals urkundlich erwähnt. Der erste Rathausbau war an dieser Stelle vermutlich wohl bereits im 13. Jh. entstanden. Von diesem dürften noch Teile im jetzigen Kellergeschoss vorhanden sein. Ab 1538 begann man mit einem Neu-, bzw. Erweiterungsbau, der erst gegen 1569 vollendet worden sein dürfte. 1820–21 erfolgte ein durchgreifender Umbau und die Erhöhung des Wandkastens, um das Innere besser nutzen zu können. Dabei wurde der Abbruch der beiden Giebel vorgenommen. Anschließend kam es zu einer Dekorierung des Außenbaus in einfachen klassizistischen Formen und zur Verlegung des Haupteingangs mit Freitreppe an die Marktseite. Das hohe Satteldach wurde außerdem durch ein niedriges Krüppelwalmdach ersetzt.
Nach der Erbauung des Neuen (heute: Alten) Rathauses am Niedernwall im Jahre 1904 diente es nur noch als Sitz untergeordneter Behörden und der Stadtbibliothek. 1906 Einbau eines Arkadenganges an der Niedernstraße (so genannter Hochzeitsbogen) für den Fußgängerverkehr. Am 30. September 1944 wurde der Bau mehrfach von Brandbomben getroffen. Nach dem völligen Ausbrennen des Alten Rathauses erfolgte ab 1949 der Wiederaufbau durch Hanns Dustmann unter weitgehender Verwendung des spätmittelalterlichen Wandkastens.
Von den noch zu Beginn des Zweiten Weltkrieges in größerer Zahl vorhandenen bürgerlichen Wohnbauten des späten Mittelalters und der Frühen Neuzeit sind nur wenige erhalten: Das derzeit älteste bekannte Bürgerhaus ist Obernstraße 51. Es wurde nach dendrochronologischer Datierung bereits 1485 errichtet. 1592 kam es zu einem umfassenden Umbau, bei dem es u. a. mit einem neuen reich beschnitzten Fachwerk-Giebel versehen wurde. Von 1991 bis 1993 wurde das Gebäude durchgreifend erneuert und durch einen modernen Anbau ergänzt. Leider wurden damals wichtige historische Befunde zerstört.
Vom Battig-Haus (Alter Markt 3) blieb nach schwerer Kriegszerstörung nur der 1680 bezeichnete Volutengiebel erhalten, der in den Komplex der Lampe-Bank einbezogen wurde. Die Schaufront ist noch stark von der sogenannten „Weserrenaissance“ beeinflusst, die Art der Staffelfüllungen ist jedoch schon dem Barock verpflichtet. Der nach 1945 durchgeführte Wiederaufbau erfolgte unter Erhaltung der Fassade, wobei die Schaufenster durch kleinere Öffnungen ersetzt wurden. An der Obernstraße 38 befindet sich ein Fachwerkbau mit klassizistischem Massivgiebel, der dem älteren Hauskörper wohl in der 1. Hälfte des 19. Jh. vorgeblendet wurde. Die Erdgeschosszone ist in jüngerer Zeit durch Ladeneinbauten einschneidend verändert worden.
Von den noch im Jahre 1718 genannten 17 Adelshöfen sind nur wenige überliefert: Als Keimzelle der Stadt gilt der an der Welle gelegene Waldhof. Er soll aus einem der Höfe hervorgegangen sein, die bereits vor der Stadtgründung bestanden. Das lang gestreckte Gebäude stammt im Kern noch aus dem Mittelalter und wurde im 16. Jahrhundert umgebaut. Damals entstand die 1585 bezeichnete Utlucht mit Volutengiebel. Am Klosterplatz befindet sich der auch als Wörmanns Hof bezeichnete Korff-Schmisinger Hof. Das mit Fächerrosetten reich beschnitzte Obergeschoss soll um 1640 entstanden sein. Beim Bau der Klosterplatzschule wurde der ehemals bedeutend längere Bau erheblich verkürzt. In unmittelbarer Nähe liegt der Wendtsche Hof (Hagenbruchstraße 8). Der zweigeschossige Bau entstand ebenfalls im 16. Jh. und wurde im 19. und frühen 20. Jh. mehrfach verändert. Die rückwärtigen Teile wurden weitgehend in Fachwerk erneuert. Im Innenhof befindet sich ein wohl noch aus der Bauzeit stammender polygonaler Treppenturm.
Der 1540 bezeichnete Spiegelshof ist ein zweigeschossiger verputzter Bruchsteinbau im Stil der sogenannten Weserrenaissance. Der Grest'sche Hof wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts auf den Fundamenten eines Stadtmauerturmes erbaut. Er bildet heute den Nordflügel des Ratsgymnasiums.
Die Sparrenburg ist das bekannteste Baudenkmal und Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde wahrscheinlich schon deutlich vor 1250 von Graf Ludwig von Ravensberg erbaut und verfügt über einen 37 m hohen Burgturm sowie über "unterirdische" Gänge, die im Rahmen einer Führung besichtigt werden können. Der Turm kann von April bis Oktober von 10 bis 18 Uhr bestiegen werden. Das Alte Rathaus wurde 1904 erbaut und ist heute repräsentativer Sitz des Bielefelder Oberbürgermeisters. Der größte Teil der Verwaltung befindet sich heutzutage im Neuen Rathaus, das direkt neben dem Alten liegt. An der Fassade des Alten Rathauses finden sich verschiedene Baustile, unter anderem Elemente der Gotik und der Renaissance.
Auf dem Altstädter Kirchplatz befindet sich das 1909 von Hans Perathoner geschaffene Leineweberdenkmal, eine Brunnenanlage, die an Bielefelds wirtschaftliche Anfänge in der Leinenverarbeitung erinnern soll. Das Stadttheater bildet baulich eine Einheit mit dem Alten Rathaus. Es wurde ebenfalls im Jahr 1904 eingeweiht und verfügt über eine bemerkenswerte Jugendstilfassade. Es ist das größte Theater der Stadt.
An ein Schloss erinnert die Architektur der Ravensberger Spinnerei (von 1855 bis 1857 erbaut), die im 19. Jahrhundert Europas größte Flachsspinnerei war. Heutzutage sind die Volkshochschule, das Historische Museum Bielefeld, ein städtisches Medienzentrum und eine Diskothek in ihr untergebracht. Ihr vorgelagert befinden sich der Rochdale- und der Ravensberger Park, die als Open-Air-Bühne dienen.
Am Sparrenberg 2. 1913 von Stadtoberbaurat Fr. Schultz im Sinne der Reformschulbauten des Henry van de Velde errichtet.
Jahnplatz 5. Der Stahlskelettbau in Backsteinverblendung wurde 1929 von dem Berliner Architekten Heinrich Tischer als erstes „Hochhaus“ der Stadt im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet.
Niedernstraße 12. Ehem. Filmtheater, 1927-28 von Wilhelm Kreis im Stil der Neuen Sachlichkeit errichtet. 1944 durch Bombeneinwirkung stark beschädigt. Bei der Wiederherstellung 1948 das große Milchglasfenster über dem Eingang durch drei Fenstertüren mit vorgelegtem Balkon ersetzt. Das Innere später in mehrere Kinosäle unterteilt, dabei die qualitätsvolle Innenausstattung komplett zerstört. Im Jahr 2000 Schließung des Kinos und nochmaliger Umbau für die anschließende Nutzung als Ladengeschäft, wobei die Fassade in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt wurde.
Die Kunsthalle wurde von 1966 bis 1968 nach den Plänen des internationalen Stararchitekten Philipp C. Johnson erbaut. Das Gebäude selbst ist ein roter Sandsteinkubus. Ihr Eigenbesitz zeigt die Kunst des 20. Jahrhunderts, daneben finden jedoch regelmäßig Wechselausstellungen zu den verschiedensten Themen statt.
Das städtische Theater Bielefeld bietet Musiktheater, Tanztheater und Schauspiel. Spielstätten sind das 1904 eingeweihte Stadttheater des Architekten Bernhard Sehring mit einer bemerkenswerten Jugendstilfassade und das Theater am Alten Markt (TAM). Im TAM zwei (früher TAM oben) im Dachgeschoss des TAM werden hauptsächlich Stücke zeitgenössischer Autoren aufgeführt. Das Alarmtheater im Westen Bielefelds spielt seit 1993 Stücke für Kinder und Jugendliche, es werden aber auch andere Stücke präsentiert.
Das Theaterhaus in der Feilenstraße bietet anspruchsvolle Stücke für Kinder und Jugendliche, aber auch Stücke für Erwachsene. Es wird, neben Gastauftritten, von zwei Theatergruppen bespielt.
Tor 6 ist ein Theaterlabor, das seit 1983 eigenständig Theaterstücke entwirft.
finden Aufführungen für Kinder statt. Die Bühne wird von zwei Theatergruppen bespielt.
Bielefeld hat, neben 2 Multiplexen (CinemaxX, mit 2648 Plätzen gleichzeitig das größte Kino in der Region Ostwestfalen, und Cinestar-Filmpalast mit einer Kapazität von 2315 Zuschauerplätzen). Die bis 2006 einzige Neueröffnung war das „Melodie-Filmtheater“ in Brackwede, wo seit 1998 an 2 Tagen die Woche eine Schul-Aula bespielt wird. An unabhängigen Kinos gibt es noch die Kamera (3 Säle), eines der höchst dekorierten Programm-Kinos der Republik, und das im Januar 2006 in der Nachfolge des alten Lichtwerks (Kino im Filmhaus) neu eröffnete Lichtwerk im Ravensberger Park (3 Säle). Dort gibt es auch sommers Open-Air-Kino. Das kleinste Kino ist das AJZ-Kino im selbstverwalteten Arbeiter-Jugend-Zentrum.
Bielefeld verfügt über eine reichhaltige und breit gefächerte Museumslandschaft. Das „Historische Museum“ zeigt die Geschichte der Stadt Bielefeld und der Region Ostwestfalen, insbesondere die Industriegeschichte. Es ist in einigen Hallen der ehemaligen Ravensberger Spinnerei untergebracht, wodurch es den Besucher in die Zeit der Industrialisierung eintauchen lässt. Das „Bauernhausmuseum“ liegt im Teutoburger Wald. Es ist das älteste Freilichtmuseum Deutschlands und zeigt einige gut erhaltene Bauernhöfe aus der Region Ostwestfalen, jedoch auch aus anderen Regionen Deutschlands.
Die Kunsthalle, erbaut 1966–1968 durch den Amerikaner Philip Johnson, ist der einzige europäische Museumsbau des bekannten Architekten; sie zeigt vorwiegend moderne Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert. Das Museum Huelsmann ist ein Museum für Kunstgewerbe. Es wurde 1995 eröffnet und zeigt unter anderem Porzellan und Schmuck, bis hin zu wissenschaftlichen Geräten, wie Sonnenuhren. Das Naturkundemuseum ist im Spiegelshof untergebracht und zeigt den Aufbau der Erdkruste, einheimische Minerale, Fossilien und vieles mehr. Das Museum Waldhof zeigt zeitgenössische Kunst in Form von Malerei, Bildhauerkunst, Fotografie oder Zeichnungen. Im Fächerkabinett gibt es wertvolle Fächer aus allen Epochen zu sehen.
Das Museum Wäschefabrik befindet sich in einem Originalgebäude. Es wurde 1913 errichtet und bis 1980 wurde hier Wäsche (Hemden, Blusen, …) produziert. Wenn man heute durch die Industriehalle läuft, hat man den Eindruck, die Arbeiter würden jeden Augenblick zur Tür hereinkommen und ihre Arbeit aufnehmen.
Der Museumshof Senne besteht aus fünf Fachwerkhäusern, die zusammen eine alte westfälische Hofanlage bilden. Das älteste Gebäude stammt aus dem Jahre 1607, das Jüngste aus dem Jahr 1903. Das Pädagogische Museum ist in der Universität untergebracht. Es beinhaltet viele historische Schulmöbel, Lehrer-/Schülerarbeitsgeräte, Anschauungsobjekte und vieles mehr. Außerdem beinhaltet es eine historische Schulbuchsammlung.
Das Museum Osthusschule ist in einer ehemaligen Schule aus dem Jahr 1895 untergebracht. Es verfügt über einen kompletten historischen Klassenraum aus der Zeit um 1900. Die Historische Sammlung gehört zu den von Bodelschwinghschen Anstalten und verdeutlicht die Baugeschichte Bethels.
Art d'Ameublement, Artists Unlimited, Beaugrand Kulturkonzepte, Galerie 61, Galerie Baal, Galerie David, Galerie im Ratscafé, Galerie im Studio (WDR), Galerie in der alten Vogtei, Galerie in der Zentralverwaltung der Fachhochschule Bielefeld, Galerie Jesse, Galerie Stefan Reinke, Galerie Werkstatt Johannistal, Galerieladen, Kommunale Galerie, Künstlerhaus Lydda, Lutz Teutloff Galerie, Samuelis Baumgarte Galerie, Stadtbibliothek
Der Bürgerpark war früher eine innenstadtnahe Tongrube, aus der jedoch nichts mehr gefördert wurde. Jedoch ließ man sie zunächst offen. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg entschied man sich daraus eine Erholungsanlage zu gestalten. Nach dem Krieg wurde der Bürgerpark nach und nach durch mehrere Umgestaltungen zu einer Art Landschaftspark umgestaltet. Er ist mit Rhododendron bepflanzt und beinhaltet auch einen Rosengarten. Die Anlage befindet sich in direkter Nachbarschaft zur Rudolf-Oetker-Halle.
Eine der größten Parkanlagen Bielefelds ist der Botanische Garten. Er liegt am Berghang des Teutoburger Waldes und beherbergt ein Alpinum, Bambusgärten, einen Steingarten, eine Rhododendron- und Azaleensammlung, einen Arznei- und Gewürzgarten, einen Heidegarten, Buchenwaldflora und vieles mehr. Des Weiteren kann man hier rund 200 Arten der roten Liste sehen.
Der Botanische Garten war ursprünglich als Erweiterungsfläche für den Johannisfriedhof vorgesehen, bis man 1912 die Schönheit des Geländes erkannte und einen Schaugarten anlegte. Dieser zeigt heute viele heimische und fremdländische Pflanzen. In seinem Zentrum befindet sich ein Fachwerkhaus von 1823.
Der Tierpark Olderdissen wurde 1928 angelegt. Er hat sich auf heimische Tierarten spezialisiert, von denen es über 430 Tiere in 100 Arten zu sehen gibt. Der Park ist jeden Tag im Jahr durchgehend, auch nachts, geöffnet. Der Besuch ist kostenlos – die Parkplatzgebühren und Spenden werden zur Finanzierung verwendet.
Der Nordpark ist eine große Parkanlage mit altem Baumbestand. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er als Kartoffelacker genutzt. Nach mehreren Umgestaltungen ist er heute ein großer Landschaftspark. In diesem Park befindet sich auch ein steinerner Pavillon, der von einem Schüler Schinkels 1830 errichtet wurde. Obersee Der Ravensberger Park und der Rochdale Park bilden eine Einheit. Sie liegen rund um die Ravensberger Spinnerei. Der südliche Teil des Parks ist Bielefelds Partnerstadt Rochdale gewidmet.
Der Obersee ist ein Stausee im Norden (Schildesche) der Stadt. Rund um diesen See befindet sich eine 80 Hektar große Grünanlage. Die aus historischen Gebäuden bestehende Gaststätte Seekrug ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Seit dem Jahr 2003 gibt es in Bethel den Japanischen Garten Bielefeld. Er wurde von der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bielefeld zu Ehren des Besuchs des Japanischen Kaiserpaares im Jahr 1993 bei den von Bodelschwinghschen Anstalten eingerichtet. Der Garten ist ein Trockenlandschaftsgarten (Kare-san-sui) mit dem Teutoburger Wald als geborgte Landschaft, in unmittelbarer Nähe zum Ausbildungshotel Lindenhof gelegen.
Der Brackweder Stadtpark ist der wichtigste Park im Südwesten Bielefelds. Er beinhaltet zahlreiche Blumenbeete und Spielanlagen.
Einige der Friedhöfe in den Außenbezirken befinden sich in kirchlicher Trägerschaft. Darüber hinaus erwähnenswert ist der 1912 eröffnete Sennefriedhof. Mit knapp 100 ha Fläche gehört er zu den drei größten Friedhöfen Deutschlands. Nur in Hamburg (Friedhof Ohlsdorf) und München finden sich vergleichbare Anlagen. Durch seine besondere Lage in der Naturlandschaft Senne und die außergewöhnliche Größe sind in vielen Bereichen des Sennefriedhofes ökologische Nischen entstanden. So stehen hier 20 der 98 kartierten Moosarten zur Roten Liste des Landes NRW. Grabmäler von Künstlern wie Käthe Kollwitz, Georg Kolbe, Peter August Böckstiegel und Hans Perathoner deuten auch auf den kulturellen Wert hin.
In Bielefeld gibt es 39 Naturschutzgebiete (7,5 Prozent des Stadtgebietes). Den höchsten Flächenanteil hat der Teutoburger Wald. Größere geschützte Flächen liegen besonders in den angrenzenden Gebieten von kleinen Bachläufen und in Teilen der Senne.
Der Leinewebermarkt ist das größte Innenstadtfest in Ostwestfalen-Lippe und findet jedes Jahr im Mai in der Bielefelder Altstadt statt.
Das Sparrenburgfest ist ein mittelalterliches Fest, welches jedes Jahr im Juli auf der Sparrenburg stattfindet.
Im September findet in der Altstadt der Weinmarkt statt, wo man die Gelegenheit hat, verschiedene deutsche Weinsorten zu probieren.
Eine jüngere Veranstaltung ist der Stadtwerke Run & Roll Day. Dies ist eine Laufveranstaltung für Läufer und Rollerskater auf der Stadtautobahn Ostwestfalendamm. Die Nachtansichten ist die Nacht der Museen, Kirchen und Galerien. In dieser einen Nacht im Sommer haben die Kirchen, Museen und Galerien geöffnet. Drumherum gibt es noch ein diverses Rahmenprogramm.
Der Carnival der Kulturen findet in mehreren deutschen und ausländischen Großstädten statt. So auch in Bielefeld. Es ist eine Art rheinischer Karneval, der ein wenig den Flair von Rio de Janeiro imitieren soll. Viele in- und ausländische Künstlergruppen studieren Choreographien ein und ziehen mit diesen durch die Straßen der Stadt.
La Strada heißt ein Open-Air Automobilsalon in der Altstadt. Teil dessen ist auch eine Oldtimerparade. Der Hermannslauf ist eine Laufveranstaltung über die Höhen des Teutoburger Waldes. Gestartet wird in Detmold am Hermannsdenkmal, das Ziel befindet sich in Bielefeld an der Sparrenburg.
Traditionell wird das Jahr dann mit dem Weihnachtsmarkt beschlossen. Dieser befindet sich in der Altstadt und beherbergt über 100 geschmückte Fachwerkhäuschen.
Ein neuer regelmäßiger Event ist das Bielefelder Honky Tonk, welches erstmals am 4. Februar 2005 stattfand und jedes Jahr stattfinden soll. Termine für die Veranstaltung sind auf der offiziellen Honky Tonk Website zu finden.
Der größte wöchentliche Flohmarkt findet jeden Samstag, zusätzlich einmal im Monat auch am Sonntag, im Parkhaus bzw. je nach Wetter auf der Parkfläche der Universität statt.
In Bielefeld gibt es traditionell die westfälischen Spezialitäten. Dazu gehört zum Beispiel Pumpernickel, ein Roggenbrot, das nicht gebacken, sondern im Dampf gegart wird. Weitere typisch westfälische Spezialitäten sind der westfälische Pickert, westfälischer Schinken und der Weizenkorn. Spezielle Bielefelder Spezialitäten sind dagegen Bielefelder Luft, ein Schnaps aus Korn und Pfefferminz, Pudding, aufgrund des hier beheimateten Oetker-Konzerns, sowie traditionell Zigarren.
In Bielefeld gibt es folgende Sporteinrichtungen bzw. -vereine: Freibad Jöllenbeck, Freibad Schröttinghausen, Freibad Dornberg, Familienbad Heepen, Ishara, Wiesenbad, Freibad Gadderbaum, AquaWede, Freibad Hillegossen, Freibad Brackwede, Senner Waldbad, Oetker Eisbahn, Elixia Bielefeld, Sportland Dornberg, Tennis- und Hockeyclub, Bielefelder Turngemeinde 1848, Turn- und Sportverein Einigkeit 1890 Bielefeld. Fußball ist auch in Bielefeld die beliebteste Sportart. Es gibt viele Sportvereine, in denen Fußball gespielt werden kann. Derzeit in der höchsten Liga spielt Arminia Bielefeld. Der VfL Theesen im Bielefelder Norden sorgt mit der größten Fußball-Jugendabteilung im Kreis für den Nachwuchs. Beachtenswert ist dort das regelmäßige internationale Pfingst-Jugendturnier, zu dem Jugendmannschaften aus Bundesligavereinen und sogar Jugend-Nationalmannschaften aus der ganzen Welt anreisen. Auch der Radsport ist in Bielefeld stark vertreten.
Die Alm, nach kommerzieller Umbenennung nun SchücoArena genannt, verfügt über 26.601 Plätze und ist damit das größte Stadion der Stadt. Hier spielt der Klub Arminia Bielefeld, der der ersten Fußball-Bundesliga angehört. Das zweitgrößte Stadion ist das Stadion Russheide, in dem der Verbandsligaklub VfB Fichte Bielefeld sowie der American-Football-Regionalligaklub, die Bielefeld Bulldogs, spielen. Es verfügt über 12.000 Zuschauerplätze.
Im Westen der Stadt befindet sich der Golfplatz des Bielefelder Golfclubs. Er liegt am Teutoburger Wald. Ebenfalls im Westen der Stadt befindet sich das Sportland Dornberg, eine der größten Sport- und Freizeitanlagen der Region. Hier werden folgende Sportarten angeboten: Tennis, Fitness, Badminton, Squash und Soccer (Fußball) im sog. Soccer Dome, einer speziellen Traglufthalle.
Mit dem Leineweberring, einer Anlage für Motorrad-Grasbahnrennen, sowie der alternden Bielefelder Radrennbahn befinden sich gleich zwei Anlagen für Zweiradsport im Bielefelder Stadtteil Heepen.
Im Süden der Stadt im Stadtteil Senne liegt der „Verkehrslandeplatz Windelsbleiche“, benannt nach der gleichnamigen, in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Textilfabrik Windel. Er verfügt über eine 1260 m lange, befestigte Start- und Landebahn (MTOW 5700 KG) sowie über eine Startstrecke für Segelflug. Neben mehreren Luftsportvereinen wird der Flugplatz von einigen großen Firmen Bielefelds für den Geschäftsflugverkehr benutzt.
Ebenfalls im Süden der Stadt im Stadtteil Quelle befindet sich die Kartbahn B68 in einer Halle.
